Skip to main content

Digitalisierung im Baugewerbe – Erste wichtige Schritte und Perspektiven

Eine Erfolgsgeschichte, erzählt von Gerald Lesch, Vorstand der FASA AG

Auslöser

Wir sind ein Bauunternehmen mit ca. 60 Mitarbeiter/innen, welches in den Sparten „Hochbau“ und „Ingenieurbau mit Schwerpunkt Lärmschutz“ agiert. Im Bereich des Hochbaus legen wir den Fokus auf Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser. Außerdem revitalisieren wir Denkmalobjekte. Dabei integrieren wir in die Bauprojekte primär solarthermische Beheizungssysteme. Um die großen Speicheranlagen optimal zur Energienutzung einzusetzen, arbeiten wir mit Mess-Sensoren. Die so gewonnenen Daten werden online an unsere Solaringenieure übertragen, die damit ein Monitoring zu jeder Anlage durchführen und in die Steuerung eingreifen können. Sämtliche Anlagensteuerungen werden von uns angepasst und mit eigener Programmierung optimiert.

Im Thema Digitalisierung insgesamt befindet sich unser Unternehmen noch in einer frühen Phase der Entwicklung. Um von den Insellösungen der einzelnen Unternehmensbereiche wegzukommen, wurde nach einer Betriebssoftware gesucht, welche alle Arbeitsbereiche eines Bauunternehmens verbinden kann und so die Prozesse und Kommunikationsschritte in der Projektarbeit durch alle Bereiche hindurch verbessern kann.

Darüber hinaus war es notwendig geworden, die gesamte Serveranlage und Datensicherungssysteme auf den technisch neuesten Stand zu bringen und zukunftsfähige Erweiterungs- bzw. Ergänzungsmöglichkeiten vorzusehen. In diesem Zusammenhang sollten alle Bauleiter/innen mit Laptop von extern Zugriff auf den Server und die Projekte erhalten. Ebenso sollten die Smartphones der Mitarbeiter/innen, z.B. der Bauleiter und Poliere, mit Outlook synchronisiert werden, um auch unterwegs auf den Baustellen einen aktuellen Informationsstand zu haben und Termine planen zu können.

Der Schlüssel zum Erfolg

Für die Unternehmenssoftwarelösung haben wir uns am Markt umgeschaut und nutzen nun eine neue Software-Infrastruktur namens BRZ (Baurechenzentrum) eines auf die Baubranche spezialisierten Entwicklers aus Nürnberg. Wir entschieden uns für BRZ, da wir damit eine bereichsübergreifende Lösung bekamen, die auch Entwicklungspotenziale ermöglicht. Mit Hilfe der neuen Software ist es uns möglich im ganzen Unternehmen projektbezogen zusammenzuarbeiten. Abteilungen des Projektmanagements, der Angebotserstellung, Kalkulation oder des Rechnungswesens arbeiten so koordiniert und effizienter zusammen als zuvor.

Diese verbesserte Zusammenarbeit erleichtert darüber hinaus einen projektbezogener Datentransfer. Daten müssen nicht mehr von einem Programm in ein anderes übertragen oder für deren Nutzung neu aufbereitet werden. Alles liegt in einer Lösung. Besonders die Bereiche Kalkulation und Angebotserstellung sowie das Rechnungswesen bzw. die Buchhaltung nutzen umfangreich die Vorteile aus dieser Softwarelösung. Sie waren auch die ersten Bereiche, in denen die BRZ-Software zum Einsatz kam. Die Herausforderung besteht aktuell darin, die Anwendung auch in anderen Bereichen weiter voranzutreiben. Dies kann nur schrittweise erfolgen, um niemanden zu überfordern, aber auch die laufende Projektarbeit nicht zu gefährden.

Seit über 15 Jahren widmen wir uns dem Thema Gebäudebeheizung mit Solarthermie. Wir optimieren hierbei unser Sensoren-System und die Anlagensteuerung stetig. Wir bieten hoch innovative Lösungen im Bereich der Solararchitektur, die wir quasi zu einem eigenständigen Baustil entwickelt haben, indem wir konsequent die Solarthermie mit der Gebäudeplanung verbinden. Die Heizungs- und Steuerungstechnik ist ein Baustein dieser Innovation.

„Die Digitalisierung im Baugewerbe schafft viele interessante Anwendungsmöglichkeiten. Erfolgreich und in gemeinsamer Nutzung effizient lässt sich damit nur arbeiten, wenn es gelingt, alle Mitarbeiter/innen im Unternehmen auf diesen Weg mitzunehmen. Alle müssen gut damit in ihrer täglichen Arbeit zurechtkommen. Das geht nur schrittweise und braucht Zeit.“

Gerald LeschVorstand, FASA AG

Aufwand

Natürlich muss berücksichtigt werden, dass mit der Einführung des neuen Softwaresystems eindeutige finanzielle Kosten einhergehen, nicht nur in der Anschaffung sondern auch in Form von laufenden Kosten. Diese Innovationsprojekte im Bereich der Digitalisierung finanzieren wir ausschließlich selbst.

Die Einführung des neuen Systems hat selbstverständlich auch entsprechende Personalschulungen mit sich gebracht, wobei sich unsere Mitarbeiter aber recht schnell an den Umgang mit der neuen Software gewöhnt haben. Dies gilt insbesondere für die intensiveren Nutzer.

Hilfreiches

Im Rahmen von Informationsveranstaltungen sammelten wir Knowhow und setzten uns mit den technischen Entwicklungen in unserer Branche auseinander. Die Informationen waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung, eine neue Software einzuführen.

Innerhalb der Beratungsangebote von BRZ lernten wir die Potentiale der Software kennen. Dennoch stellte sich in der Umstellung auf die Software natürlich die Herausforderung, die Anwendung durch die Mitarbeiter/innen hinzubekommen und weiterhin ausstehend dann die unternehmensweite Anwendung zu erreichen.

Lerneffekte

Wir befinden uns noch in der Lernphase und führen unsere Mitarbeiter/innen langsam an das neue System heran. In unserem Unternehmen haben wir eine sehr gemischte Altersstruktur und wir wollen vermeiden, dass sich Mitarbeiter/innen überfordert fühlen. Deshalb bieten wir auch weiterhin kontinuierlich Schulungen an. Wir sehen viel Potenzial, was die Digitalisierung von Prozessen im Unternehmen und in der Projektarbeit betrifft.

Einen weiteren Schritt bildet für uns die geplante Digitalisierung regelmäßiger Arbeitsschritte auf unseren Baustellen, konkret für die Poliere, die dann z.B. Bautagebücher, Stundenberichte und Protokolle direkt vor Ort mit einem Tablet erfassen können und diese Daten an die Firmenzentrale übermitteln.

Auf diese Weise wird nicht nur Papier gespart, sondern die Informationen stehen sicher und schnell den Projektbeteiligten im Unternehmen zur Verfügung. Außerdem möchten wir die digitale Zusammenarbeit mit externen Partnern verbessern.

FASA AG

  • Kontaktperson:

    Gerald Lesch
    Vorstand

  • Adresse:
    FASA AG
    Marianne-Brandt-Straße 4
    09112 Chemnitz
  • Branchen:

    Baubranche (Bauunternehmen)

  • Mitarbeiter:

    65 Beschäftigte

MEHR DIGITALE ERFOLGE

Erfolgsgeschichten

Viele Unternehmer in Sachsen sind mit ihren Firmen längst auf Kurs Digitalisierung. Hier weitere erfolgreiche Beispiele aus dem Freistaat.

BLEIBEN SIE
AUF DEM LAUFENDEN

MIT DEM ZUKUNFTSLETTER

Mit unserem kostenfreien „Zukunftsletter“ erhalten Sie regelmäßig die neuesten inhaltlichen und organisatorischen Informationen zum Projekt „Zukunftsland Sachsen“, haben Zugriff auf die Erfolgsgeschichten, bekommen Stimmen und Eindrücke aus den zehn Veranstaltungen im gesamten Freistaat. Melden Sie sich hier an!

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.